Zwei Aufholjagden und zwei Klatschen besiegeln Rang 4

Rollhockey: Bayerische Meisterschaft

In diesem Jahr sollte nicht mehr möglich sein. Der ESV Ansbach musste sich ein Jahr nach der Bayerischen Vize-Meisterschaft mit dem vorletzten Platz zufrieden geben. In Schweinfurt besiegelten letztlich zwei deutliche Niederlagen die Endplatzierung. Moral hatten die Mittelfranken zuvor gleich doppelt bewiesen, als man jeweils nach 1:3-Halbzeitrückstand noch vier Punkte holte. Der Pott blieb erwartungsgemäß in Unterfranken. Gastgeber und 2.Liga-Meister ERV Schweinfurt sicherte sich zum fünften Mal in Folge den Titel vor dem Überraschungsteam aus München.

Auf dem Papier am leichtesten eingeschätzt, sollte sich der ESV Regensburg als zäher Auftaktgegner erweisen. Trotz spielerischen Ansbacher Übergewichts waren es die Oberpfälzer, die sich im ersten Abschnitt eiskalt zeigten. Drei Gegentreffer per Konter bescherten dem ESV einen 1:3-Rückstand. Die Aufholjagd ließ bis in die Schlussphase auf sich warten. Frommann (21.) und Sven Kirnig (27.) brachten den Favoriten zurück ins Spiel, ehe Sekunden vor dem Abpfiff das Happy End folgen sollte. Paula Schreinecke bewies auf engstem Raum Durchsetzungsvermögen und schloss per Innenpfosten zum umjubelten 4:3 ab.

Mit dem Liga-Konkurrenten Schweinfurt II wartete im Anschluss der erste Meisterschaftsanwärter. Der designierte Regionalliga-Meister schien seiner Rolle auch in kürzester Zeit gerecht zu werden. Nach nur sechs Zeigerumdrehungen hatte es bereits dreimal im Ansbacher Gehäuse eingeschlagen. Kirnig (15.) und (21./29.) Frommann hießen erneut die Wegbereiter zum 3:3-Punktgewinn.

Der Bayerische Meister von 2013 war damit weiterhin im Titelrennen. Gegen den Zweitligisten Schweinfurt I war ein Dreier Pflicht, um tatsächlich an der riesen Sensation zu schnuppern. Wie im vergangenen Jahr hatte der haushohe Favorit sichtlich Probleme gegen die Ansbacher Hintermannschaft. Der 0:1-Pausenstand ließ noch alle Chancen für den ESV offen. Umso enttäuschender gestalteten sich die Schlussminuten. Binnen kürzester Zeit verlor der ESV seine Konzentration und konnte der Schweinfurt Offensivpower nichts mehr entgegensetzen.

Das vermeintliche Endspiel um den Vize-Titel gegen den TSV 1860 München brachte eine weitere Klatsche. Das 0:7 war nach dem mit Abstand schwächsten Tagesauftritt die logische Folge. Durch den Kantersieg sicherte sich das Team um den ehemaligen Nationalspieler Druzovic Platz 2.

ESV Ansbach:
Kaas, Sturm (beide Tor), T. Kirnig, Mathes, Goldhausen, S. Kirnig (4), Frommann (2), Schreinecke (1)

Ergebnisse:
ERV Schweinfurt I 7:3 ERV Schweinfurt II
ESV Ansbach 4:3 ESV Regensburg
TSV 1860 München 2:6 ERV Schweinfurt I
ERV Schweinfurt II 3:3 ESV Ansbach
ESV Regensburg 2:7 TSV 1860 München
ESV Ansbach 0:8 ERV Schweinfurt I
ERV Schweinfurt II 3:3 TSV 1860 München
ERV Schweinfurt I 9:0 ESV Regensburg
ESV Ansbach 0:7 TSV 1860 München
ESV Schweinfurt II 5:2 ESV Regensburg