Zu Fünft am Ende chancenlos

Der ESV Ansbach hat einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt erhalten. Am 6.Spieltag der 2.Bundesliga verloren die Mittelfranken beim Rangnachbarn RHC Böhlitz-Ehrenberg mit 1:7 (0:2) und verpassten somit den Sprung aus dem Tabellenkeller. Nach einer ziemlich ausgeglichenen ersten Hälfte, wurden die Gäste mit nur einem Auswechsler schließlich „kaputt gelaufen“. Geschickt ließ Böhlitz-Ehrenberg Ball und Gegner so lange laufen, bis man konditionell nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Bereits vor dem Anpfiff waren die Rollen klar verteilt. Während den Gastgebern ein kompletter Kader von acht Feldspielern zur Verfügung stand, gingen die Ansbacher mit nur einer Wechselmöglichkeit und einem Durchschnittsalter von 19 Jahren in die Partie. Der RHC erwischte schließlich auch den besseren Start und führte schon nach zwei Minuten mit 0:1. Der Mannschaft von Trainer Sascha Goldhausen waren die Bemühungen um eine schnelle Antwort anzumerken, doch fand man zu selten die nötigen Lücken oder verlor gar bereits im Spielaufbau die Kugel. Die Quittung folgte in der 11.Minute als Böhlitz Mario Lehmann zum zweiten Mal „einnetzte“. Mit diesem Resultat ging es auch in die Pause.

Der Knackpunkt der Begegnung fiel früh im zweiten Abschnitt. Die Sachsen nutzten ihre deutlich bessere Personalsituation und ließen den Ball geschickt um den Ansbacher Abwehrblock laufen. Henschke mit dem 0:3 für die Gastgeber (34.) brachte eine erste Vorentscheidung. Der ESV ließ in dieser Phase in der Verteidigung Konzentration vermissen und kassierte in nur fünf Minuten ebenso viele Gegentreffer. Stürmer Sven Kirnig betrieb mit einem verwandelten Direkten und dem 1:7 immerhin noch etwas Ergebniskosmetik. Am Ende war man den läuferisch starken Gastgeber vor allem auf Grund der zweiten Halbzeit klar unterlegen.

Nicht nur das Hinspiel zeigte jedoch, dass man in Normalform keine sechs Tore schlechter ist. Der ESV muss nun dringend am nächsten Samstag vor heimischen Publikum punkten, um den Anschluss an die Konkurrenten nicht zu verlieren. Dann steht mit der Partie gegen den RSC Gera, das nächste Abstiegsduell auf dem Spielplan.

ESV Ansbach:
Kaas (Tor), Zippel, Kirnig (1), Bastian Goldhausen, Maximilian Weiß, Fabian Beck.