Rückrundenauftakt nach Maß – Kapitän Beck „knipst“ vier Mal

Der ESV Ansbach bleibt zum Rückrundenauftakt der 2.Rollhockey-Bundesliga weiter in der Erfolgsspur. Zwei Monate nach dem Gewinn der „Bayerischen Meisterschaft“ setzten die Mittelfranken ein großes Ausrufezeichen und besiegten den RSC Gera in einem mitreißenden Spiel mit 6:3 (4:1). Im gut besuchten Sportzentrum Ost war am Ende eine starke, geschlossene Mannschaftsleistung der Schlüssel zum Sieg.

So verdienten sich alle Ansbacher Akteure an diesem Tag Bestnoten. Kapitän Fabian Beck entdeckte dabei echte Vollstrecker-Qualitäten und schnürte einen „Viererpack“ mit seinen Saisontreffern Zwei bis Fünf. Der ESV eröffnete mit diesem Erfolg endgültig den Kampf um das Tabellenmittelfeld. Als Bigpoint könnte sich das Restprogramm erweisen, in dem man im Gegensatz zur Konkurrenz nicht mehr auf das Schwergewicht aus Chemnitz treffen wird. Weiter geht es für den nunmehr Liga-Vierten am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen den punktlosen RIC Mainspitze.

Die ausgegebene Botschaft vor Spielbeginn war deutlich: Nach dem 4:4 im Hinspiel sollte es endlich mit dem langersehnte Sieg über den RSC klappen. Zu oft hatte man in den vergangenen Duellen gegen die Thüringer mit einem oder zwei Treffern den Kürzeren gezogen. Sekunden nach dem Anpfiff hätte die Zielvorgabe beinahe einen raschen Dämpfer erhalten. Die Gäste hatten nach einem technischen Ansbacher Fehler die erste Möglichkeit, scheiterten allerdings im Alleingang an der Latte. Besser machte es fünf Minuten später ESV-Kapitän Beck. Der 20jährige vollendete binnen weniger Sekunden zwei gut vorgetragene Angriffe zur vielumjubelten 2:0-Führung (6./7.). Beide Teams ließen keine Zeit für Leerlauf aufkommen und sorgten für Torszenen im Minutentakt. Zunächst blieben die beiden Schlussmänner Kaas/Lutz noch auf dem Posten, ehe Ansbachs Nachtrab den Geraer Torhüter mit einem satten Schuss aus dem Halbfeld auf dem falschen Fuß erwischte. Noch vor dem Seitenwechsel schlug auch Gera das erste Mal zu. Robert Kötter brauchte nach einem Zuspiel am langen Pfosten nur noch zum 1:3-Anschlusstreffer einzuschieben (23.). Als sich viele der Zuschauer schon auf eine knappe Zwei-Tore-Führung zur Halbzeit eingestellt hatten, schlug erneut Beck zu und traf mit einem verdeckten Distanzschuss zum beruhigenden 4:1 (24.)

War der Unterhaltungswert bereits in den ersten 25 Minuten auf gutem Niveau, steigerte sich die Brisanz durch eine wahre Flut an Teamfouls und Standards. Je zwei „Direkte“ auf beiden Seiten sowie ein Sechsmeter für die Gäste blieben allerdings ungenutzt. Lediglich Geras Köcher vermochte per zweiten Nachschuss das 2:4 zu markieren (28.). Dies sollte für lange Zeit das letzte Erfolgserlebnis für den Favoriten bleiben. Der 2.Liga-Vize-Meister vom 2011 biss sich auch im zweiten Abschnitt regelrecht die Zähne an ESV-Schlussmann Kaas aus, der sich in starker Verfassung zeigte. Vier Minuten vor dem Ende schien nochmal Spannung aufzukommen. Gera traf vom Strafraumeck zum 3:5 (46.). Dieses Mal war es allerdings der Tag der Gastgeber, sodass es an Bastian Goldhausen war vom Anstoß weg zum 3:6 (46.) zu vollenden und für endgültigen Jubel zu sorgen.

ESV:
Kaas (Tor), Beck (4), Goldhausen (1), T.Kirnig, S.Kirnig, Schreinecke, Nachtrab (1)