Rollhockey: Regionalliga Süd

6-Punkte-Auftakt – Nur Feldkirch eine Klasse besser

Pflicht erfüllt, Kür verpasst. So oder so ähnlich lässt sich die Ansbacher Rückkehr in die Regionalliga Süd am besten beschreiben. Nach vier Jahren 2.Liga-Rollhockey feierten die Mittelfranken zum Start gleich zwei Siege, mussten sich jedoch dem Gastgeber des HCK Feldkirch geschlagen geben. Die Österreicher krönten sich damit zum ersten Tabellenführer der neuen Saison. Für eine Umstellung sorgte im Vorfeld der neue Ligamodus. Anders als in der 2.Bundesliga treten die Regionalliga-Teams an vier Spieltagen (u.a. am 16.Juli in Ansbach) im Modus Jeder-gegen-jeden an. Die Reise nach Österreich stellte dabei die wohl unangenehmste Aufgabe dar.

Nicht die lange Fahrt, sondern die unangenehm zu spielende Bahn sorgte im Vorfeld für überschaubare Vorfreude. Die raue Oberfläche gilt nicht nur als „Materialfresser“, sondern auch als unberechenbarer Begleiter im Umgang mit der Kugel. Doch auch Startgegner Feldkirch machte dem ESV zu Beginn das Leben schwer. Ein Blick auf den gegnerischen Kader sorgte für einen ersten Vorgeschmack: Sebastian Lampert (U-17 Nationalspieler), Fabian Behringer (Zweitbester Torjäger 2.Schweizer Liga), Kevin Lampert (B-Weltmeister 2014), Dominic Hinteregger (Teilnehmer A-WM 2013). Eben jene vier Akteure sollten zu einem entscheidenden Faktor werden.

Nach einer schwachen ersten Hälfte inklusive 0:1-Rückstand (S. Lampert, 16.) kam der ESV besser ins Spiel. Wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff ließ Sven Kirnig seinen Gegner gekonnt aussteigen und vollendete mit einem halbhohen Volley zum 1:1 (21.). Der Ausgleich sollte für keine Wende sorgen. Zu viele Stellungsfehler unterliefen den Gästen, was der HCK eiskalt ausnutzte. Hinteregger (22./p. Abstauber), Lampert (37.) und Behringer (38./Direkter) sorgten für einen am Ende verdienten Feldkircher Erfolg.

Deutliche Besserung sollte die Begegnung mit der TGS aus Frankfurt bringen. Von Beginn an nahm der ESV das Heft in die Hand und verlagerte das Spielgeschehen die meiste Zeit über in die Frankfurter Hälfte. Der Knoten platzte nach einer Viertelstunde. Wieder war es Kirnig, der seine Farben mit einem Doppelschlag (16./20.) verdient in Führung brachte. Auch das zwischenzeitliche 1:2 („Eigentor“) sollte keinen Zweifel mehr über den Sieg aufkommen lassen. Goldhausen korrigierte seinen Schnitzer vom Anschlusstreffer gleich selbst mit dem 3:1 (Schlenzer in den Knick, 34.), ehe Nachtrab per Doppelpack alles klar machte (35./38.).

Zum Abschluss wartete noch das kleine „Bayerische Derby“ mit dem ERV Schweinfurt II. Beide Teams lieferten sich einen munteren Schlagabtausch, wobei sich die Mittelfranken deutlich effektiver zeigten. Das Duo Goldhausen/Kirnig (1./14./15.) sorgten noch vor dem Wechsel für eine erste Vorentscheidung. Auch die Schweinfurter Schlussoffensive sollte angesichts des 1:4-Zwischenstandes keine Fragen über den Sieger mehr aufkommen lassen. ESV-Keeper Kaas ließ trotz zahlreicher Möglichkeiten keinen Treffer mehr zu.

ESV Ansbach:

Kaas, Sturm (beide Tor), T. Kirnig, Nachtrab (2), Goldhausen (3), S. Kirnig (5), Beck (1), Schreinecke

1.Spieltag:

HCK Feldkirch 4:1 ESV Ansbach

TGS Vorwärts Frankfurt 2:12 ERV Schweinfurt II

HCK Feldkirch 9:3 ERV Schweinfurt II

ESV Ansbach 5:1 TSG Vorwärts Frankfurt

ERV Schweinfurt II 1:5 ESV Ansbach

HCK Feldkirch 6:1 TGS Vorwärts Frankfurt

Regionalliga Süd:

1. HCK Feldkirch 9 Punkte, 19:5 Tore, +14

2. ESV Ansbach 6 Punkte, 11:6 Tore, + 5

3. ERV Schweinfurt II 3 Punkte, 16:16 Tore, 0

4. Vorwärts Frankfurt 0 Punkte, 4:23 Tore, -19