Notbesetzung wahrt Gesicht – Pokalaus unvermeidbar

Der ESV Ansbach ist in der Vorrunde aus dem Deutschen Rollhockeypokal ausgeschieden. Bei der 2.Mannschaft der RESG Walsum kassierten die unterbesetzten Mittelfranken eine 1:12-Niederlage (0:3). Der ESV, der aufgrund von großer Personalnot ohne einen einzigen Auswechselakteur antreten musste, gab sich während der gesamten Spielzeit gegen den hohen Favoriten nie auf. Nach dem Abpfiff spendete selbst das heimische Walsumer Publikum für die aufopferungsvolle Ansbacher Leistung großen Applaus. Die RESG trifft im Achtelfinale auf den Süddeutschen Zweitligisten TSG Darmstadt.

Bereits vor dem Anpfiff war zu erahnen, dass alles andere als ein Walsumer Weiterkommen einer Sensation gleichkommen würde. Die „Zweite“ des deutschen Rekordmeisters trat unter anderem mit den beiden ehemaligen Nationalmannschaftsspielern Carsten Tripp und Mike Neubauer an. Unter tatkräftiger Unterstützung der mitgereisten Ansbacher Fans konnte die Begegnung beim Stand von 0:0 lange offen gehalten werden. Erst ein Doppelschlag durch zwei Einzelaktionen Neubauers (9./13.) brachte die Gäste in Rückstand. Der ESV wähnte sich bereits mit diesem knappen Rückstand in der Halbzeitpause, ehe der ehemalige Bundesligaspieler Cusina auf 0:3 (25.) erhöhte.

Nach dem Wechsel boten sich dem Süddeutschen „Underdog“ einige Chancen auf den Anschlusstreffer; zunächst war jedoch spätestens beim Walsumer Schlussmann Tripp Endstation. Der Kräfteverschleiß im Spiel nach vorne machte sich in der Schlussphase klar erkennbar. Die Gastgeber brannten in den letzten Minuten nochmals ein Offensiv-Feuerwerk ab und münzten ihre hohen Spielanteile nun auch in Tore um. Zwei Minuten vor dem Abpfiff gab es schließlich doch noch Grund zum Jubeln bei den Mittelfranken. Nach schöner Vorarbeit von Beck musste ESV-Stürmer Sven Kirnig nur noch einschieben und belohnte die Offensivbemühungen doch noch mit einem Ehrentreffer.

ESV:
Kaas, Bastian Goldhausen (beide Tor), Tim Kirnig, Sven Kirnig (1), Katschmarek, Beck