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Rollhockey: ESV-Torjäger Sven Kirnig vor Debüt

Sven Kirnig Debüt 1. Rollhockey Bundesliga

Es gibt für ein Erstliga-Debüt sicher schlechtere Ort als die Iserlohner Hemberghalle. Dort kommt es an diesem Samstag zum Aufeinandertreffen zwischen dem Deutschen Meister ERG Iserlohn und dem SC Bison Calenberg. Während das letzte Hauptrundenspiel für die Bisons sportlich keine größere Bedeutung hat (Calenberg als Achter für das Play-Off Viertelfinale qualifiziert), bildet es für den Ansbacher Sven Kirnig einen wichtigen Meilenstein. Der 25jährige steht erstmals im Pflichtspiel-Kader der Niedersachsen und vor seinem Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse.

Nach seinem Wechsel Anfang März zum diesjährigen Europapokalteilnehmer hieß es zunächst warten. 40 Tage betrug die Pflichtspielsperre, die der Wechsel außerhalb der offiziellen Transferperiode nach sich zog. Seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte der Toptorjäger des ESV Ansbach dennoch bereits vor zwei Wochen.

Torpremiere gegen Nationalmannschaft

Ende März trug sich Kirnig beim Internationalen Calenberger Osterturnier gleich beim ersten Auftritt in die Torschützenliste ein – und das gegen die israelische Nationalmannschaft. „Das Tor im ersten Spiel beim neuen Verein war natürlich etwas ganz besonderes. Gegen welche Mannschaft spielt da glaube ich keine Rolle. Nun muss aber natürlich versucht werden das auch in wichtigeren Spielen zu zeigen.“

Der Blick ist also klar nach vorn gerichtet. Nach Erfüllung des Traums „das Trikot eines höherklassigen Vereins zu tragen“ und „es in die 1.Liga zu schaffen“, stehen für Kirnig auch die Team-Ziele klar auf der Agenda. „Ich will in dieser Saison möglichst viel Spielpraxis sammeln und mit der Mannschaft so weit wie möglich kommen. Die nächste Saison will ich versuchen dem Team beim Erreichen der gesetzten Ziele möglichst zu helfen, soweit es terminlich möglich ist.“

Der Faktor Zeit spielt beim 25jährigen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Parallel zur Arbeit absolviert Kirnig seit 2 ½ Jahren ein Fernstudium zum Maschinenbautechniker. Hinzu kommen neben der Fahrtzeit ins 400km (!) entfernte Calenberg auch noch die Einsätze beim ESV Ansbach.

Genau wie sein Calenberger Teamkollege Roman Kaas wird auch Kirnig seinem Heimatverein erhalten bleiben. Dank einer Gastspieler-Lizenz darf der vereinsinterne „Serien-Torschützenkönig“ (seit 2008!) auch weiterhin für den ESV auf Tore-Jagd gehen. Es kann also losgehen.