Etabliert in Deutschlands Spitzenklasse

Der Ansbacher Sascha Goldhausen hat es geschafft. Mit gerade einmal 26 Jahren gehört Goldhausen mittlerweile zu den besten Rollhockey-Schiedsrichtern Deutschlands. Zehn Jahre nach Beginn seiner Tätigkeit als Referee, kommt es am kommenden Samstag zu seinem bis dato wichtigsten Einsatz. Der Ansbacher wurde mit der Spielleitung des Bundesliga-Topspiels zwischen dem amtierenden Meister RSC Cronenberg und der SK Germania Herringen beauftragt. Die Germanen zählen neben dem RSC und dem Pokalsieger ERG Iserlohn zu den drei großen Kräften im deutschen Rollhockey.

Gut drei Jahre ist es her, dass Sascha Goldhausen seine Rollschuhe „an den Nagel“ gehängt hat. Der 26jährige bestritt als Torhüter über 100 Partien für seinen Heimatverein ESV Ansbach, ehe er sein Hauptaugenmerk auf seine Karriere als Unparteiischer legte. Nach jahrelangen Einsätzen im Süddeutschen Jugendbereich und 2.Bundesliga Süd, folgte 2007 der erste bundesweite Einsatz. Goldhausen wurde vom DRIV für die Deutsche U-35 Meisterschaft nominiert und konnte nur zwei Jahre später bei der U-20 DM in Ansbach seine Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis stellen. Als Lohn gab es die A-Lizenz, die für das Rollhockey-Oberhaus notwendig ist. Die Tür zu einem ganz anderen Spielniveau öffnete sich damit für den jungen Ansbacher. „Für jemanden, der aus Ansbach kommt ist es etwas ganz besonderes in NRW zu pfeifen: die Qualität, aber auch die Intensivität, mit der der Sport betrieben wird; die Atmosphäre in den Hallen, wenn mind. 200 Zuschauer da sind. Als Spieler hätte ich nie die Möglichkeit gehabt, so etwas mitzuerleben“. Die Begeisterung über diesen großen Schritt in seiner Laufbahn ist Goldhausen sichtlich anzumerken.
Einsätze im Europapokal winken
Im letzten September ging der Ansbacher Unparteiische in seine dritte Bundesliga-Spielzeit. Wurde er zunächst vor allem zu Partien im „nahegelegenen“ Darmstadt eingeteilt, steigerte sich nach und nach die Zahl der Fahrten in den Rollhockey-Westen. Der Kracher am Samstag steht dabei selbstverständlich über allen bisher Dagewesenen. Obwohl das Primär-Ziel weiterhin lautet in jedem „Spiel eine souveräne Leistung als Schiedsrichter abzurufen“ und sich weiterzuentwickeln, träumt Goldhausen von größeren Aufgaben: „Im nationalen Wettbewerb wäre es natürlich für mich das Größte, irgendwann einmal ein Play-Off Finale zu leiten.“ Selbst Einsätze im Europapokal mit Beteiligung von Profimannschaften könnten bald Realität werden. „Sollte ich meine derzeitige Leistung als Schiedsrichter halten können, sieht es in 2-3 Jahren mit einer Nominierung für die internationale Schiedsrichterlizenz nicht schlecht aus“. Goldhausen scheinen alle Türen der großen Rollhockey-Welt offen zu stehen. Es wäre ihm zu gönnen.