Beim Titelanwärter nichts zu holen

Die 1.Mannschaft des ESV Ansbach hat eine Überraschung verpasst. Am 2.Spieltag der 2.Rollhockey-Bundesliga unterlagen die Mittelfranken beim Titelaspiranten TSG Darmstadt deutlich mit 1:9 (1:4). Während man in Darmstadt vor allem in der ersten Hälfte zu schwach im Abschluss blieb, will der ESV bereits am kommenden Samstag (16 Uhr) seine Sache besser machen. Dann kommt mit dem RHC Böhlitz-Ehrenberg der direkte Konkurrent gegen den Abstieg ins Sportzentrum Ost.

Die ESVler waren die ersten Minuten zum Großteil mit der Abwehrarbeit beschäftigt. Trotz deutlich höheren Ballbesitzes, blieb es jedoch für die Gastgeber der TSG schwierig Chancen zu produzieren. Der enge Ansbacher Block hielt sich zunächst schadlos und wurde selbst durch den ein oder anderen Gegenstöße gefährlich. Erst in der 13.Minute zappelte der Ball das erste Mal im Gästegehäuse. Das 0:1 durch Nils Arnold (13.), wurde schnell auf 0:3 ausgebaut (17.). Dem 1:3-Anschlusstreffer durch den Ansbacher Marvin Wägner (18.), folgte wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff das 1:4. Der Pausenrückstand hätte dabei sicherlich um ein Tor niedriger ausfallen können, hätte man seine Möglichkeiten vor dem Tor genutzt.

Während man im ersten Abschnitt der TSG lange die Stirn bieten konnte, verloren die Ansbacher Mitte der 2.Hälfte etwas ihre Linie. Die Darmstädter zeigten in so manchen Aktionen, warum mit ihnen in diesem Jahr im Kampf um den Titel zu rechnen ist und zogen bis auf 1:8 davon (42.). In der Endphase boten sich nochmals für den ESV einige gute Chancen für weitere Treffer, doch wie schon in den ersten fünfundzwanzig Minuten blieb man vor dem Gehäuse unglücklich. Das 1:9 kurz vor Schluss bildete den Schlusspunkt.

ESV Ansbach:
Schnörpel, Kaas (beide Tor), Zippel, Kirnig, Wägner (1), Schindler, Bastian Goldhausen, Christian Weiß.

Die 1:9-Niederlage sollte keine lange Rolle in den Ansbacher Köpfen spielen. So sollte am kommenden Wochenende gegen Böhlitz-Ehrenberg der erste Saisonsieg eingefahren werden, will man sich im Abstiegskampf frühzeitig Luft verschaffen. Trainer Sascha Goldhausen kann dann auch wieder auf Verteidiger Maximilian Weiß und Fabian Beck zurückgreifen. Beide fehlten in Hessen aus beruflichen oder privaten Gründen.

ESV Ansbach:
Schnörpel, Kaas (beide Tor), Zippel, Kirnig, Wägner, Christian Weiß, Fabian Beck, Schindler, Bastian Goldhausen.