1.Spieltag 2.Bundesliga

2.Rollhockey-Bundesliga: ESV unterliegt Ligaprimus mit 2:7

Gegen den Meister eine Hälfte mitgehalten

Die 1.Rollhockey-Mannschaft des ESV Ansbach hat zum Start in die neue 2.Liga-Saison einen ordentlichen Saisonstart erlebt. Zwar verlor man zum Auftakt gleich das erste Heimspiel, verlangte auf der anderen Seite jedoch den scheinbar übermächtigen Gegner des RSC Chemnitz beim 2:7 (1:3) vieles ab. So waren die Mittelfranken entgegen aller Befürchtungen für den Serienmeister kein einfacher Sparringspartner, sondern erwiesen sich als unangenehmer Gegner. Die Truppe von Trainer Sascha Goldhausen kassierte zur Belohnung erstmals seit einigen Jahren keine Zweistellige-Klatsche gegen die Chemnitzer. Einer der wenigen Kritikpunkte blieb der phasenweise fehlende Glaube an die eigene Stärke im Spiel nach vorne. Dies könnte schon in zwei Wochen anders werden, wenn es am 2.Spieltag (Auswärts bei TSG Darmstadt) gegen einen Gegner auf Augenhöhe gehen wird.

Die ESVler waren in den ersten Minuten darauf bedacht kein schnelles Gegentor zu zulassen und selbst die ein oder andere Chance zu suchen. Dies scheiterte zumindest im zweiten Punkt noch. So wurden die ersten eigenen Angriffe noch zu ungenau vorgetragen. ESV-Keeper Roman Kaas verhinderte auf der anderen Seite mit einem gehaltenen 6-Meter einen frühzeitigen Rückstand. Die Quittung gab es dann doch in der 7.Spielminute. Ein Chemnitzer Querpass in den Strafraum wurde unglücklicherweise von einem Ansbacher Verteidiger ins eigene Gehäuse gelängt – 0:1. Auch das 0:2, sieben Minuten später, verdankten die Gäste einer Einzelleistung. David Nicolai, an diesem Tag mit zwei Treffern, setzte sich auf der Außenbahn durch, spielte Kaas gekonnt aus und baute den Vorsprung aus. Das 0:3 war sicher der schönste Treffer in dieser Begegnung. Eine Hereingabe auf Brusthöhe verwandelte ein RSC-Stürmer traumhaft mit einem Volley und zeigte wieso Chemnitz seit Jahren das Maß aller Dinge im zweithöchsten Rollhockeyoberhaus ist. Nun waren die Gastgeber gefragt, wollte man doch am ersten Spieltag nicht gleich eine deutliche Pleite kassieren. Die Belohnung folgte kurz vor dem Halbzeitpfiff. Eine Unübersichtlichkeit im gegnerischen Strafraum, nutzte ESV-Kapitän Florian Schindler zum nicht unverdienten 1:3-Anschlusstor.

Alle Ansbacher Hoffnungen auf eine Aufholjagd erhielten bereits in den ersten Augenblicken der zweiten Hälfte einen Dämpfer. Ein Doppelschlag der Gäste (26./28.) sorgte beim Stand von 1:5 für eine kleine Vorentscheidung. Überraschenderweise traute der ESV sich nun mehr zu. Doch beste Gelegenheiten, darunter zwei direkte Freistöße, wurden liegen gelassen. Nach zwei weiteren RSC-Treffern, sorgte Stefan Zippel mit dem 2:7 für einen am Ende doch zufriedenstellenden Endstand. Die Punkte gegen den Abstieg muss der ESV selbstverständlich in anderen Begegnungen holen.

ESV Ansbach: Schnörpel, Kaas (beide Tor), Wägner, Zippel (1), Christian Weiß, Maximilian Weiß, Kirnig, Bastian Goldhausen, Fabian Beck, Schindler (1).

Weitere Ergebnisse:

RSC Gera 3-6 ERV Schweinfurt