Rückkehr des „Gera-Fluchs“ – Jetzt Kellerduell in Darmstadt

Da ist es wieder passiert. Der ESV Ansbach hat sich dem RSC Gera – zum wiederholten Mal – mit einem Tor Unterschied (3:4) geschlagen geben müssen. Wie so oft in der Vergangenheit blieb das Aufeinandertreffen bis zum Schlusspfiff offen. Da es auch am Folgetag in Chemnitz nichts zu holen gab (3:6), kommt es an diesem Samstag zum Kellerduell bei der TSG Darmstadt. Die Hessen gehen dabei als Tabellenletzter in die Partie. Durch eine 1:12-Klatsche in Schweinfurt rutschte man hinter den ESV und steht vor dem „Bayern-Hessen-Klassiker“ unter Druck. Während es für die TSG zuletzt also eine herbe Abreibung gab, blickt man auf der anderen Seite auf zwei ansprechende Leistungen zurück.

Die Mittelfranken wie auch die Gastgeber aus Gera hatten zunächst Probleme für richtigen Schwung im ersten Abschnitt zu sorgen. Nach Rheins Distanzschuss zum 0:1 (6.) war es an Sven Kirnig für den Ausgleich zu sorgen. Der ESV-Torjäger tankte sich gegen die gegnerische Deckung durch und verwandelte im zweiten Versuch zum 1:1 (11.). Als sich die Zuschauer bereits auf den ausgeglichenen Halbzeitstand eingestellt hatten, schlug der RSC nochmal zu. Wieder ging ein Distanzschuss von Rhein voraus, den Lars Köcher zum 1:2 in den Winkel abfälschte (24.).

Das Spiel nahm nun deutlich an Fahrt auf. Auf beiden Seiten reihten sich Torchancen, sodass es wie immer zwischen beiden Mannschaften hieß: Zittern bis zum Schluss! Gera stellte nach einem Ansbacher Aufbaufehler auf 1:3 (35.), Ansbachs Tim Kirnig packte den Hammer aus und traf aus großer Distanz zum 2:3-Anschluss (41.). Die Vorentscheidung fiel schließlich vier Minuten vor dem Ende. Wenige Sekunden nach seinem vergebenen direkten Freistoß nutzte Lars Köcher das Geraer Nachsetzen zum 2:4 (46.). Mehr als der neuerliche Anschluss durch Sven Kirnig per „Direkten“ (48.) sollte schließlich nicht mehr drin sein. Der ESV wartet damit wieder seit drei Ligapartien auf einen Punkt gegen die Thüringer.

In Chemnitz sollte auch die Torchancenverwertung eine große Rolle spielen. Nach einem 1:1 zur Pause gingen die Gäste sogar in Führung (29./S. Kirnig) verpassten es dann aber nachzulegen. Chemnitz dagegen spielte seine Routine aus und schlug in der Schlussphase eiskalt zu.

ESV Ansbach:
Kaas, Sturm (beide Tor), T. Kirnig (2), Goldhausen, S. Kirnig (4), Beck, Nachtrab, Schreinecke