Große Personalsorgen vor letztem Heimauftritt

Eigentlich könnte die Stimmung beim Zweitligisten ESV Ansbach durchaus positiv sein. Die Bayerische Vize-Meisterschaft auf eigener Bahn und stark verbesserten Auftritte hatten für neuen Mut im Sportzentrum Ost gesorgt. Vor dem letzten Heimspiel gegen die TSG Darmstadt (Sa, 14 Uhr) ist die Ansbacher Gefühlslage jedoch sichtbar ins Wanken geraten. War man bislang vom „traditionellen“ Verletzungspech verschont geblieben, fallen nun mit Sven Kirnig und Bastian Goldhausen gleich zwei Leistungsträger verletzt aus. Die dünne Personaldecke fordert somit spät, aber deutlich in der Saison ihren Tribut.

Zwei Tage vor dem Bayern-Hessen-Klassiker steht der ESV faktisch ohne Auswechsel-(Feld)Spieler da. Um doch noch für eine kurzfristige Verstärkung zu sorgen, prüfen die Ansbacher Verantwortlichen verschiedene Optionen. Ob am Samstag auf den einen oder anderen Leihspieler zurückgegriffen werden kann, ist bislang noch offen.

Die Partie gegen die Hessen verspricht unabhängig der personellen Probleme eine harte Nuss zu werden. Beim Hinspiel in Darmstadt lieferte man seine schlechteste Saisonleistung ab und holte sich eine verdiente 5:7-Niederlage ab. Wiederholungsbedarf lieferte dagegen das letzte Jahr. Damals sicherten sich die Mittelfranken beim letzten Heimauftritt den einzigen „Dreier“. Gegner damals wie heute: die TSG Darmstadt.

Die Truppe vom Woog ist derzeit wohl die Mannschaft der Stunde im Süddeutschen Unterhaus. Nach einem schwachen Saisonstart inkl. vier Pleiten wurde das Feld von hinten aufgerollt. Zu spüren bekam dies nicht nur der ESV, sondern vor allem der RSC Gera. 6:15 (!) hieß es Ende Juni zu Gunsten der Darmstädter. Diesem Kantersieg wurde vor zwei Wochen noch die Krönung aufgesetzt. Die TSG schlug dem Lokalrivalen und Vize-Meister RSC Darmstadt 2 mit 5:2. Dank dieser Serie darf wieder von einem Platz unter den Top-3 geträumt werden.

ESV Ansbach:
Kaas, Sturm (beide Tor), T. Kirnig, Beck, Nachtrab, Schreinecke