ESV verliert „Wettschießen“ – Nach 5:7 Letzter

Blockade gelöst und doch weiter punktlos. So lässt sich die Situation des Rollhockey-Zweitligisten ESV Ansbach zusammenfassen. Am 3.Spieltag der 2.Bundesliga lieferten sich die Mittelfranken ein echtes Scheibenschießen mit dem RSC Gera, unterlagen am Ende jedoch mit 5:7 (3:3). Gegen die bislang ebenfalls noch punktlosen Thüringer reichte es auch im dritten Heimauftritt nicht zum wichtigen „Dreier“. „Diese Niederlage ist für uns natürlich ein gewichtiger Rückschlag im Hinblick auf unsere Saisonziele. Wir sollten jedoch nicht den Kopf hängen lassen, sondern aus den positiven Aspekten dieses Spiels wieder Kraft schöpfen für die weiteren Aufgaben.“, richtet ESV-Keeper Kaas den Blick bereits wieder nach vorne. Tatsächlich präsentierte sich sein Team zumindest in der Offensive wieder etwas kaltschnäuziger. Fünf Tore machen Hoffnung, dass man diese Baustelle bis zum Bayerischen Derby in Schweinfurt (01.Juni) schließen kann.

Sechs Minuten waren gerade einmal gespielt, da brach zum ersten Mal Jubel im Sportzentrum Ost aus. ESV-Kapitän Beck brachte mit einem verdeckten Distanzschuss seine Farben erstmals in der jungen Saison in Führung (6.). Dieses 1:0 sorgte zunächst für eine gewisse Beruhigung im Ansbacher Spiel und ließ die Zuschauer bereits leise vom ersten Saisonsieg träumen. Mitte des ersten Abschnitts folgte die erste Ernüchterung. Geras Köcher ließ sich nach einer blauen Karte für Fabian Beck vom direkten Punkt nicht lange bitten und traf mit etwas Glück im Nachschuss zum Ausgleich. Auch beim dritten Treffer des Tages spielte Ansbachs Kapitän die entscheidende Rolle. Erneut besorgte Beck mit einem Schuss aus der Ferne das 2:1 (17.). Spätestens jetzt war das „Wettschießen“ eröffnet. Kötter aus spitzen Winkel (19.) sowie erneut Köcher drehten die Partie erstmals zu Gunsten der Gäste, ehe es an Ansbachs Sven Kirnig war nur Sekunden später auf Gleichstand zu stellen.

Beide Teams machten nach dem Wechsel genau das weiter wo sie aufgehört hatten: Gera legte vor, der ESV schlug zurück. Auf das 3:4 (27.), gaben die Hausherren in Form vom Goldhausen (29.) die richtige Antwort. Länger dauerte es nach dem erneuten Rückstand (35.). In dieser Phase hatte sich ein gewisser Bruch im Ansbacher Spiel eingeschlichen. Anders als in den vorangegangenen Partien konnte der letztjährige Vierte sein gewohntes Spiel nicht durchbringen und verrannte sich in Einzelaktionen. Fünf Minuten vor dem Abpfiff kam dann doch nochmal die scheinbare Erlösung. Sven Kirnig bewies vom direkten Punkt Nervenstärke und glich zum 5:5 aus. Der Jubel sollte allerdings je verstummen. Köcher traf zum dritten Mal (46.) zum 5:6. Wenige Sekunden vor dem Ende sorgte ein folgenschwerer Ausflug von ESV-Schlussmann Kaas für die Entscheidung (49.).

ESV Ansbach:
Kaas, Sturm (beide Tor), T. Kirnig, Goldhausen (1), S. Kirnig (2), Beck (2), Platten, Schreinecke

RSC Gera:
Lutz (Tor), Köcher (3), Kötter (2), Sudin, Rhein, Behrendt (1), Seliga (1)

3.Spieltag:
ESV Ansbach 5:7 RSC Gera
TSG Darmstadt 4:2 RSC Chemnitz
RSC Darmstadt 2:2 RSC Chemnitz 
TSG Darmstadt 5:9 ERV Schweinfurt