Belgier entscheiden Finalkrimi für sich – Kaas bester Torhüter

Die Belgier des RHC Leuven sind Sieger des 5.Internationalen Ansbacher Frühlingsturnier! Erstmals in der jungen Turniergeschichte „verlässt“ damit der Titel Deutschland und geht an einen Klub aus dem europäischen Ausland. In einem nervenaufreibenden Finale besiegte der belgische Turnierdebütant den Titelverteidiger Vfl Marl-Hüls knapp mit 2:1 (1:1). Hauptdarsteller dieses Krimis waren dabei die überragenden Schlussmänner Van Doren (Leuven) und Frank (Hüls), die die gegnerischen Angriffsreihen reihenweise zur Verzweiflung brachten. Nach einem Doppelschlag zu Beginn durch Sobanski (Hüls/8.) und Manterre (Leuven/10.) gelang es lange keinem Team das Ruder in seine Richtung zu reißen. Erst der Turniertorschützenkönig Tamas Potteau (9 T.) sorgte elf Minuten vor dem Abpfiff für die Entscheidung.
Gastgeber Ansbach spielte eine starke Vorrunde und verpasste nur haarscharf das Halbfinale. Lediglich die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem favorisierten Marl-Hüls stand der Überraschung im Wege. Für den bevorstehenden 2.Liga-Auftakt (So, 13 Uhr zuhause gegen Chemnitz) kann der ESV somit auf eine gute Generalprobe aufbauen. ESV-Schlussmann Kaas durfte sich darüber hinaus über die Auszeichnung als bester Torhüter freuen. 
Die Organisatoren blicken erneut auf ein großartiges Wochenende zurück und bedankt sich bei allen fleißigen Helfern.

Die Botschaft vor dem Auftakt gegen den Hammer SV war klar: drei Punkte mussten her, sollte es mit dem Sprung unter die besten Vier klappen. Nach einem ruhigen Auftakt machte der ESV binnen weniger Minuten alles klar. Beck am langen Pfosten (8.), Platten per Abstauber (11.) und Goldhausen mit einem verdeckten Distanzkracher (13.) ließen die Fans das erste Mal jubeln und machten den Sack vorzeitig zu. Erst kurz vor dem Abpfiff brach der Turniersieger von 2013 den Bann und sorgte mit zwei späten Treffern für Ergebniskosmetik (29./30.).

Mit Selbstbewusstsein ging es anschließend gegen den späteren Sieger Leuven. Die Gastgeber lieferten sich mit dem belgischen Vertreter bis zur Pause eine Nervenschlacht, ehe der RHC kurzen Prozess machte (20./26./28.).

Da auch Hüls bereits einmal verloren hatte, kam es zum „Endspiel“ um Platz 2. Wie schon im Vorjahr (3:2 für Hüls) sollte es denkbar knapp werden. Der Favorit aus Westdeutschland erwischte den besseren Start und ESV-Schlussmann Kaas mit einem Distanzschuss auf dem falschen Fuß (2.). Ebenfalls aus der Distanz war es wieder Goldhausen, der per Freistoß ausglich (19.). ESV-Kapitän Beck brachte die Weinbergturnhalle kurz darauf mit einem weiteren satten Schuss endgültig zum Kochen. Lediglich Alexander Peusser verdarb mit seinem Ausgleich die Ansbacher Feierstimmung und bewahrte sein Team vor dem vorzeitigen Aus.

Im Spiel um Platz 5 konnten die Mittelfranken schließlich nicht mehr an die Leistungen des Vortages anschließen. Die TSG Darmstadt nutzte die unsortierte Hintermannschaft gnadenlos aus. In der Schlussphase durfte sich nochmals die eingewechselte Angela Sturm auszeichnen, die ein höheres Resultat mit starken Paraden verhinderte.

ESV Ansbach:
Kaas, Sturm (beide Tor), Nachtrab, T. Kirnig, Platten (1), Goldhausen (3), S. Kirnig, Beck (2), Schreinecke (1)

Gruppe A:
Ansbach 3:2 Hamm
Hüls 2:4 Leuven 
Ansbach 0:3 Leuven
Hüls 8:4 Hamm
Ansbach 2:2 Hüls
Leuven 8:3 Hamm

Gruppe B:
Darmstadt 5:0 Gera
Roubaix 1:2 Chemnitz
Darmstadt 1:2 Chemnitz
Gera 2:2 Roubaix
Darmstadt 3:4 Roubaix 
Chemnitz 4:3 Gera

Halbfinale:
Leuven 7:4 Roubaix
Chemnitz 1:3 Hüls

Platzierungsspiele:
Hammer SV 3:5 RSC Gera n.P.
ESV Ansbach 2:5 TSG Darmstadt
RSC Chemnitz 4:1 CP Roubaix
RHC Leuven 2:1 Vfl Marl-Hüls