Fußball: ESV I – DJK Schwebenried/Schwemmelsbach 1:1 (1:1)

Ganz starke Leistung:
Tobias Zippold

Abnutzungskampf auf schwerem Geläuf

Wer nach dem Schlusspfiff die Akteure beider Teams etwas genauer beobachtete konnte leicht feststellen, wieviel Kraft diese intensive Partie gekostet hatte. Heraus kam ein letztlich leistungsgerechtes Unentschieden, wobei unsere Elf aufgrund der Anzahl und der Qualität der Torchancen durchaus als Sieger vom Platz hätte gehen können.

Begonnen hatte die Partie denkbar schlecht, denn bereits nach vier Minuten musste man einem Rückstand hinterherlaufen. Fehlpass in der Vorwärtsbewegung, blitzschnelles Umschalten der Gäste, Flanke in den Rücken der ESV-Abwehr – schon stand Barth mutterseelenallein vor Bernd Eberhardt und das 0:1 war perfekt. Glücklicherweise ließ sich unsere Elf von diesem Rückstand nicht beeindrucken, biss sich gegen spielerisch überlegene Gäste förmlich in die Partie hinein und kam auch zu Chancen. Zweimal scheiterte der ungemein fleißige David Scherb (einmal per sattem Rechtsschuss, einmal per Kopf), ehe er nach 37 Minuten Tim Eisenberger das 1:1 auflegte. Und es hätte vor der Halbzeit durchaus noch mehr sein können, doch Xandi Preis zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern genau ans Lattenkreuz.

Nach dem Wechsel begegneten sich beide Teams weiterhin mit offenem Visier, es ging stetig auf und ab, wobei die Kräfte zusehends schwanden. Als Reaktion darauf schöpften sowohl Jörg Müller als auch sein Schwebenrieder Trainerkollege das Wechselkontingent voll aus. Und beim ESV hätte diese Maßnahme beinahe auch durchschlagenden Erfolg gezeigt, denn der eingewechselte „Wolde“ Kapp hatte sechs Minuten vor dem Ende den Siegtreffer auf dem Fuß, traf den Ball aber leider nicht richtig. Die Schlussphase war gekennzeichnet von einigen (vornehm ausgedrückt) robusten Aktionen der Gäste, die Schiedsrichter Krettek mit der gelben Karte ahndete, wobei Yannick Deibl nach Einstieg mit offener Sohle mit dieser Farbe des Kartons noch recht gut bedient war.

Schade, dass unsere Elf für ihren leidenschaftlichen Einsatz nicht mit einem Sieg belohnt wurde. Nächste Woche geht es nun zu einer weiteren richtungsweisenden Partie nach Heimbuchenthal, wo mit einer ähnlich couragierten Leistung die Auswärtsmisere beendet werden soll. Wir drücken die Daumen!