Erste muss sich Spitzenreiter beugen

ESV I – TSV Abtswind 0:3 (0:3)

Viel Aufwand – kein Ertrag

Gegen abgezockte Abtswinder stand der ESV am Ende nach einer engagierten Leistung mit leeren Händen da. Die Gäste waren unserer Elf in puncto Effektivität weit voraus und nutzten die sich bietenden Chancen konsequent aus. Unsere Jungs dagegen gerieten wieder einmal nach einer Standardsituation in Rückstand und ließen anschließend im Abschluss die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. In den nächsten Spielen müssen diese Unzulänglichkeiten abgestellt werden, denn da warten mit Rimpar, Feuchtwangen und Haibach direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.

Hier der Bericht von Tobias Zippold:

Trotz großem Kampf, einer Vielzahl von guten und sehr guten Chancen verlor der ESV, der eine Halbzeit in Überzahl agierte, mit 0:3.

Gegen den Aufstiegsfavoriten aus Abtswind startete der ESV nach wenigen Sekunden mit einer Großchance in das Spiel und hätte den Favoriten früh kalt duschen können. Anton Schröferl hatte mit einem feinen Solo ab der Mittellinie zwei Gegenspieler stehen lassen und Scherb im Sechzehner freigespielt. Dieser scheiterte jedoch mit seinem linken Fuß gegen den Abtswinder Schlussmann im Eins gegen Eins.

Die Abtswinder ihrerseits nutzen sofort ihre erste Chance im Spiel zum 0:1. Eine Ecke segelte in den Strafraum und Nicolas Wirsching nickte zur Gästeführung ein. Kurz darauf klärte der ESV eine weitere Ecke in höchster Not. Zehn Minuten später köpfte Kamolz eine weitere Flanke über die Linie. Nach einer halben Stunde tauchte der ESV das zweite mal gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Erneut war es Schröferl, der mit einer Flanke Tim Eisenberger in Position brachte, dessen Schuss lenkte Julian Schneider aber mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten. Mit ihrer dritten richtig guten Möglichkeit erzielten die Gäste das 0:3. Der ESV konnte zunächst einen Schuss von Kamolz noch blocken, Peter Mrugalla sagte beim Abpraller aber danke und drosch das Leder humorlos in die Maschen. Kurz vor der Halbzeit war es erneut Eisenberger der durchgebrochen war und von Gästekeeper Schneider kurz vor dem Sechzehner als letzter Mann abgeräumt wurde. Folglich schickte ihn der Unparteiische nach 44 Minuten zum Duschen. Beim folgenden Freistoß fehlte Anton Schröferl das Glück des Tüchtigen und er setzte den Freistoß an den Querbalken.

Zehn Minuten nach dem Pausentee schaffte es der ESV erneut nicht eine Großchance zu nutzen. Hasselmeier hatte Scherb auf die Reise geschickt, dieser servierte mustergültig den Querpass, aber Tim Eisenberger hatte nicht das nötige Zielwasser getrunken und drückte den Ball knapp neben den Pfosten. Nur Sekunden später setzte Folz seinen 18 Meter Schuss ebenfalls neben den Pfosten. Mitte der zweiten Halbzeit köpfte zunächst Wirsching über den Querbalken ehe Kamolz aus spitzem Winkel ans Außennetz schoss. Auf Eyber Seite verpasste Kapp nach schöner Kombination über Scherb und Burkhardt aus 14 Meter den längst überfälligen Anschlusstreffer. In der Folge schafften es die nie aufsteckenden Eyber trotz mehrerer Läufe zur Grundlinie nicht noch Ergebniskosmetik zu betreiben.

Aufstellung ESV: Andreka, Schröferl (85. Zelch), Kapp, Hasselmeier, Preis,  Holzhäuer (65. Burkhardt), Eisenberger, Kreißelmeier,  Scherb, Wendt, Folz (75. Sandner).

Torschützen: 0:1 Wirsching (13.), 0:2 Kamolz (22.), 0:3 Mrugalla (40.).