Saisonauftakt mit Licht und Schatten

Rollhockey Regionalliga Süd Furioser Saisonauftakt mit Licht und Schatten

Der Auftakt in die diesjährige Regionalliga Süd hatte es für den ESV Ansbach in sich. Beim Turnier in Frankfurt legten die Mittelfranken mit vier Punkten einen zufriedenstellenden Saisonstart hin. Die Auftritte und Spielverläufe glichen jedoch zeitweise wahren Achterbahnfahrten: mehrmalige Führungswechsel, Punktgewinne gegen Meister Konstanz (7:6) bzw. Vize-Meister Schweinfurt (3:3) einerseits sowie eine bittere Niederlage gegen den Gastgeber andererseits (3:5). Der ESV positioniert sich damit bis zum nächsten Turnier in Schweinfurt Anfang Juni auf Rang 2.

Die Marschroute gegen den amtierenden Meister aus Konstanz war schnell gefunden. Ohne einige Leistungsträger aus der Vorsaison angereist, sollte dem neuformierten Team vom Bodensee gleich ein Bein gestellt werden. Der Start ließ zunächst Gutes verheißen: Goldhausen per Doppelpack und Schreinecke sicherten dem ESV zur Halbzeit eine 3:2-Führung. Die stark verjüngten Konstanzer zeigten in der Folgezeit jedoch, dass mit ihnen auch 2018 wieder zu rechnen ist. Gerade die Noon-Brüder sorgten nach vorne für ordentlich Betrieb und drehten die Partie kurz nach dem Wechsel (22./24). Der entscheidende Trumpf trug letztlich jedoch die Ansbacher Farben. Marvin Stoffle, bereits in der Vergangenheit mit einigen Gastauftritten, schnürte zunächst einen lumpenreinen Hattrick (29./31./36.) zum 6:3 und traf eine Minute vor Abpfiff zum umjubelten 7:6-Sieg.

Die Aufeinandertreffen zwischen Schweinfurt II und dem ESV scheinen sich auch 2018 wieder zu echten Nervenschlachten zu entwickeln. Beide Offensivreihen mussten trotz zahlreicher Möglichkeiten lange warten, bis der Knoten platzen sollte. Nach Stoffles Führung (17.) drehte der Vize-Meister die Partie zunächst zu seinen Gunsten. Sven Kirnig, vor zwei Wochen beim Vorbereitungsturnier in Frankfurt bereits Torschützenkönig, ließ wiederum per Doppelpack zum 3:2 sein Team auf den perfekten Saisonstart hoffen (27./31.), ehe Schweinfurts Köder das Unentschieden mit seinem dritten Treffer (36.) finalisierte. Damit war der Weg frei, um sich – zusammen mit Schweinfurt – an die Tabellenspitze zu setzen.

Gegen die TGS Vorwärts Frankfurt war der ESV klar favorisiert und wurde dieser Rolle zunächst auch gerechnet. Defensivspezialist Tim Kirnig offenbarte im ersten Abschnitt seine Offensivqualitäten. Zweimal nahm der 23jährige aus der Distanz maß und sorgte für eine beruhigende Pausenführung. Dass es doch noch ein böses Erwachen gab, lag weniger am Ansbacher Spiel per se, sondern dem altbekannten Chancenwucher sowie der Unachtsamkeit bei Kontern. Frankfurts Kaplan bestrafte diese Nachlässigkeiten gleich fünf Mal zum Erfolg des Außenseiters.

ESV Ansbach: Kaas, Sturm (beide Tor), Matthes, T. Kirnig (2), Stoffle (6), Goldhausen (2), S. Kirnig (2), Schreinecke (1)